Der internationale Flughafen im Süden Beiruts ist schon seit dem 17.8.2006 wieder geöffnet. Zumindest teilweise wurde der Betrieb auf dem immer noch zerstörten Airport wieder aufgenommen. Dass nun wieder regulärer Flugbetrieb stattfindet, ist jedoch ein Trugschluss. Nur wenige Airlines haben bisher die Verbindung in die Libanesische Hauptstadt wieder im Programm. Zu zerbrechlich ist die Waffenruhe, zu unsicher die Umsetzung der UN-Resolution und die damit verbundenen Stationierung der UNIFIL-Truppen. Aber die ungarische MALEV traut sich. In der Nacht zum 4.9. werde ich in Beirut landen. Damit bin ich wohl noch vor den ersten UNO-Soldaten da. Ich muss aber auch nicht um Truppenstärke und Einsatzgebiet feilschen, was im Endeffekt deutlich die Zeit der Reisevorbereitung verkürzt.
Zumindest bleibt mir mit dem direkten Flug nach Beirut das Wagnis einer Gebirgstour erspart, die mir bei der Einreise über Damaskus das Vorhaben nicht gerade erleichtert hätte. Denn diese Route ist nach wie vor von Bombenkratern gespickt und die Spritpreise sorgen auf Grund der Lieferengpässe für Transferkosten, die exorbitant über dem Normalniveau liegen.
Die MALEV hat sogar meine Vorliebe für Budapest berücksichtigt und schenkt mir 12 Stunden Aufenthalt. Da bleibt allemal Zeit für Stadtbesichtigung und ein kaltes Bier. Entsprechendes Beweisfoto folgt selbstverständlich später.